Hast du dich schon mal gefragt, woraus deine Persönlichkeit eigentlich besteht? Ich bin fest davon überzeugt: Wir sind die Summe unserer täglichen Gewohnheiten. Und auch unsere Sichtbarkeit folgt diesem Gesetz.

Genau deshalb starte ich dieses Jahr meine 365-Tage-Foto Challence. Jeden einzelnen Tag ein Bild. Das ist für mich weit mehr als ein kreatives Hobby – es ist mein persönliches Labor für Wachstum und Veränderung. Ich beweise mir damit im Kleinen, dass ich die Macht habe, neue, wertvolle Gewohnheiten in mein Leben zu ziehen und diese auch wirklich durchzuhalten.

Hier sind meine 8 Gründe, warum dieses Projekt meine Sicht auf die Welt und mich selbst komplett auf den Kopf stellt:

 

1. Meine tägliche Dosis Meditation

teetasse, Notizbuch

Fotografie ist für mich pure Meditation. In dem Moment, in dem ich die Kamera hochnehme und durch den Sucher blicke, passiert etwas Magisches. Die lauten Stimmen in meinem Kopf, die To-do-Listen und der Alltagsstress werden schlagartig leise. Der Fokus ist an. Ich konzentriere mich nur noch auf das, was ich in diesem winzigen Ausschnitt sehe. Diese täglichen Minuten gehören nur mir. Sie erden mich und geben mir die Ruhe, die ich brauche, um den restlichen Tag mit Klarheit zu meistern.

2. Das tägliche Erfolgserlebnis als Fundament

Jeden Tag ein Foto zu machen, schenkt mir ein konstantes Erfolgserlebnis. Ich setze mir ein Ziel und erreiche es – 365 Mal in Folge. Das stärkt mein Selbstbild ungemein. Ich sehe schwarz auf weiß, dass ich verlässlich bin. Diese kleinen Siege im Alltag summieren sich zu einer enormen inneren Stärke. Wer im Kleinen diszipliniert ist, traut sich auch die großen Sprünge im Leben zu. Ich trainiere mein Gehirn auf Erfolg und Beständigkeit.

Ich poste das Bild mit einem Impuls auf Instagram. So gewöhne ich mich an regelmäßiges posten.

3. Radikale Achtsamkeit statt Blindflug

Wie oft rennen wir durch den Tag, ohne wirklich präsent zu sein? Mein Fotoprojekt zwingt mich zum Innehalten. Ich gehe jetzt viel aufmerksamer durch meine Welt. Ich entdecke Details, die ich jahrelang einfach übersehen habe. Neulich stand ich im Regen und habe beobachtet, wie sich die bunten Lichter der Stadt in einer Pfütze spiegeln. Heute bleibe ich stehen, staune und halte diesen flüchtigen Moment fest. Ich bin wach. Ich bin präsent. Das ist wahre Lebensqualität.

4. Soziale Kontakte: Die Luft zum Atmen

Wir Menschen brauchen soziale Kontakte wie die Luft zum Atmen. Wenn ich mit meiner Kamera rausgehe, passiert etwas Wunderbares: Ich lerne neue Menschen kennen, die meine Leidenschaft teilen. Die Kamera ist wie ein Türöffner für Gespräche. Ich treffe andere Fotografie-Begeisterte, tausche mich aus und knüpfe wertvolle Verbindungen. Diese Begegnungen bereichern mein Leben und zeigen mir, dass wir gemeinsam viel mehr erreichen können.

Soft Skills zu entwickeln schützt übrigens vor Einsamkeit laut neusten psychologischen Erkenntnissen.

Love my Work

5. Willst du besser werden? Dann tu es jeden Tag!

Es gibt keine Abkürzung zur Exzellenz. Wenn du in einer Sache wirklich gut werden willst, dann gibt es nur einen Weg: Tu es jeden Tag. Kennst du das Konzept von Malcolm Gladwell? Er spricht in seinem Buch über die 10.000-Stunden-Regel. Wahre Meisterschaft entsteht durch Wiederholung, nicht durch Talent, das vom Himmel fällt. Ich nutze dieses Jahr, um meine 10.000 Stunden zu sammeln. Was ich mit Freude jeden Tag mache, mache ich zwangsläufig besser. Und was ich besser mache, bekommt automatisch mehr Aufmerksamkeit – von mir selbst und von anderen. Das macht glücklich und zieht Erfolg an.

Das Buch von Malcolm Gladwell heißt Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht (im englischen Original: Outliers: The Story of Success).

Darin stellt er die berühmte 10.000-Stunden-Regel vor, nach der extreme Übung und Wiederholung der Schlüssel zu wahrer Meisterschaft in jedem Bereich sind.

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6. Neu Wege gehen

Wenn ich mir vornehme, jeden Tag ein neues Motiv zu finden, verlassen meine Füße ganz automatisch die gewohnten Pfade. Ich biege bewusst in kleine Gassen ab, in denen ich noch nie war. Ich entdecke Hinterhöfe und Winkel meiner Stadt, die mir völlig fremd waren. Das hält meinen Geist flexibel. Ich probiere ständig neue Dinge aus, ändere meine Perspektive und schaue mal von ganz weit oben oder direkt vom Boden aus auf die Welt. Diese Neugier ist der Schlüssel zu echter Sozialkompetenz: offen sein für das Unbekannte. Raus aus der Komfortzone.

7. Kreativität als trainierbarer Muskel

Kreativität ist kein Zufall, der einen irgendwann mal trifft. Es ist ein Muskel, den ich täglich trainiere. Durch das tägliche Fotografieren bleibe ich dauerhaft dran. Es gibt keine Ausreden mehr, weil ich einfach mache. Ich lerne, aus jeder Situation etwas Spannendes zu zaubern – selbst wenn der Himmel grau ist. Das ist echtes Experten-Know-how: Aus dem Vorhandenen das Beste herausholen und den Wert im Moment erkennen.

8. Mein epischer Schatz am Jahresende

Stell dir vor, ich scrolle am Silvesterabend durch 365 Bilder meines Lebens. Das ist eine visuelle Reise durch meine Entwicklung, meine Entdeckungen und meine Gefühle. Es ist ein wertvoller Schatz, der meine Geschichte erzählt. Jedes Foto ist eine Erinnerung an einen Moment, in dem ich wirklich gelebt und hingesehen habe. Es ist die Dokumentation meines Wachstums und meiner Sichtbarkeit als Frau, die ihre Gewohnheiten und damit ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.

Bücher und Teetasse

Ich ziehe das jetzt durch, weil es sich verdammt gut anfühlt, die eigene Persönlichkeit aktiv zu formen. Es ist mein Projekt, meine Vision und mein tägliches Ja zu einem bewussten Leben.

Hast du Lust bekommen, auch mal wieder genauer hinzusehen? Schnapp dir doch heute einfach dein Handy und fang diesen einen Moment ein, der dich zum Lächeln bringt. Oder beginne ein Dankbarkeitstagebuch für die nächsten 3 Monate. Es verändert alles, versprochen!

Blüten
Treppe im nebel
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